Rekordfördersumme der VolkswagenStiftung

Von Horst Schinzel

Die VolkswagenStiftung hat mit 115,5 Millionen Euro wissenschaftlichen Einrichtungen im In- und Ausland die höchste Summe ihrer Geschichte zur Verfügung gestellt. Davon gingen mit 51,4 Millionen 46 Prozent an die Geistes- und Gesellschaftswissenschaft, 14 Prozent an Naturwissenschaften und Mathematik und je 12 Prozent an Biowissenschaften einschließlich Medizin und Ingenieurwissenschaften. Das so genannte „Niedersachsen-Vorab“ belief sich auf 64,1 Millionen Euro.

Mit einem Stiftungskapital von 2,4 Milliarden Euro ist die VolkswagenStiftung eine der größten privaten Wissenschaftsförderer in Europa. Dank einer erfolgreichen Vermögensanlage konnte die Stiftung ihre Zuwendungen 2007 nachhaltig erhöhen. Im Bereich der Geistes- und Gesellschaftswissenschaften wurden mit 168 30 Vorhaben mehr als 2006 unterstützt.

Von den 725 Anträgen auf Förderermittel mit einer Antragssume von 188,1 Millionen Euro konnen 37 Prozent mit 24 Prozent der beantragten Summen bewilligt werden. Zu den meisten Anträgen muss zuvor eine Skizze eingereicht werden, die positiv begutachtet sein muss. Nur jede fünfte Skizze mündet in einem Antrg.

Besonders gefördert wurden wieder grenzüberschreitende Projekte. Ausländische Einrichtungen,

deutsche Einrichtungen im Ausland und ausländische Kooperati0nspartner erhielten für 104 Projekte – 33 mehr als ein Jahr zuvor – 5,8 Millionen Euro. Die Stiftung nennt beispielhaft die Förderinitiativen zur Region Mittelasien / Kaukasus, zum sub-saharischen Afrika und zur Dokumentation bedrohter Sprachen.

Neu aufgelegt wurde die „Fellowship für Postdoktorandinnen und Postdoktoranden aus den Geisteswissenschaften am Humanities Center der Harvard Univeristät“ Ausgewählte junge

Geisteswissenschaftleer können eine Zeit lang an international führender Stätte arbeiten Damit werden Forschungskompetenz und Forschungsprofil gestärkt.

Die Entwicklung der Nanotechnologie zur Anwendung wird durch die Förderinitiative „Integration molekularer Komponenten in funktionale makroskopische Systeme“ gefördert. Die Initiative ist

disziplinübergreifend.

Ebenfalls ne ist die Förderlinie „Wissenschaft – Öffentlichkeit – Gesellschaft“. Es geht hier um den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft. Die Gesellschaft muss mehr über die Arbeit der Wissenschaft erfahren, aber auch die muss sich mit deren Bedingungen besser vertraut machen.

Von 1962 bis 2007 hat die VolkswagenStiftung 28 692 wissenschaftliche Projekte mit zusammen 3,46 Milliarden Euro gefördert.

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