Von Horst Schinzel
Der Hamburger Bauunternehmer Arne Weber hat im schleswig-holsteinsichen Wirtschaftsministerium sein Vorhaben, die Insel Helgoland durch Aufschütten einer Verbindung zur Düne zu vergrößern, als „Masterplan Helgoland“ vorgestellt. Schleswig-Holsteins scheidender Wirtschafts- und Tourismusminister Dietrich Austermann bezeichnete anschließend den Plan als „wagemutiges und ehrgeiziges Konzept“. Das Projekt biete große Chancen für die wirtschaftliche und touristische Entwicklung der Insel Helgolands Bürgermeister Frank Botter forderte Zeit für die Meinungsfindung der Inselbürger, die abschließend in einem Bürgerentscheid über das Vorhaben befinden müssten.
Investor Arne Weber nannte die Dinge beim Namen: „Helgoland geh es wirtschaftlich immerschlechter. Reedereien stellen ihre Schiffsverbindungen ein, und die Touristenzahlen sinken Jahr für Jahr“. Die Insel brauche eine „zweite Aufbauphase“, damit sie eine wirtschaftliche Perspektive habe. An dem Masterplan haben die Technische Universität Hamburg-Harburg und die Biologische An-
stalt Helgoland mitgewirkt. Die Studie stellt neben wasserbaulichen Maßnahmen die Apsekte des Umwelt- und Naturschutzes, die wirtschaftlichen Entwicklungsmöglichkeiten, die der Verkehrsanbindungen, das Energie- und Versorgungskonzept und die hydrologischen Auswirkungen vor.
Die Trennung von Insel und Düne geht auf eine Sturmflut im Jahre 1721 zurück. Mit einem Aufwand von 80 Millionen Euro können ein Quadratkilometer Neuland gewonnen werden.
In den 70 Jahren besuchten jährlich 800.000 Menschen die Insel. 2007 waren es weniger als die
Hälfte.