Krebsforscher geehrt

Von Horst Schinzel

Die Krebsforscher Martin Janz und Stephan Mathas vom Max-Delbrück-Centrum für molekulare Medizin Berlin-Buch und der Charité_Universitätsmedizin Berlin haben für ihre Forschung zum Hodgin-Lymphon mi t20 000 Euro dotierten Curt-Meyer-Gedächtnispreis für 2007 erhalten.

Hierbei handelt es sich um eine häufige Form des Lymphdrüsenkrebs. Weiße Blutzellen ändern ihr Erscheinungsbild und verlieren alle Merkmale einer B-Zelle Die Geehrten haben diesen

Vorgang entschlüsselt. Jetzt hofft die Forschung, dass es auf diesen Ergebnissen aufbauend möglich sein wird , Therapien gegen das Wachstum der Hodgin-Zellen zu entwickeln.

Die Krankheit wurde erstmals 1832 von dem britischen Arzt Thomas Hodgkin beschrieben. Erst 1994 wurde heraus gefunden, wie diese Krebsform entsteht.

Janz und Mathas aus der Forschungsgruppe Professor Bernd Dörken haben herausgefunden, dass mehrere molekulare Defekte in den B-Zellen für die Krankheit verantwortlich sind. Vor allem ist das genetische Programm gestört. Gene werden plötzlich wirksam, die von der Natur an dieser Stelle nicht vorgesehen sind.

Der Curt-Meyer-Gedächtnispreis wird seit 1988 vergeben und ist nach dem aus Herleshausen stammenden Arzt Dr. Curt Meyer benannt. 1891 geboren wurde er 1944 nach Auschwitz deportiert. Als Häftling betreute er dort Seuchenkranke. Er überlebte das KZ und engagierte sich nachdem Kriege im Öffentlichen Gesundheitswesen. Er starb 1984 im Alter von 93 Jahren.

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