Hohe Spritpreise nutzen Nahverkehrsunternehmen

Von Horst Schinzel

Die Hamburger Hochbahn AG – nach eigenen Angaben Deutschlands zweitgrößtes Nahverkehrs-

Unternehmen – spürt die Auswirkungen der hohen Spritpreise in steigenden Fahrgastzahlen. Im Vorjahr stieg der Kostendeckungsgrad auf fast 87 Prozent und liegt damit weit über dem Branchendurchschnitt von 72 Prozent. Der Umsatz wuchs um fast Prozent und das von der Hansestadt zu deckende Defizit sank von 61,8 auf 59,7 Millionen Euro.

Die Betriebsleistungen im U-Bahn- wie im Busverkehr wurden ausgeweitet und die Zahl der Fahrgäste wuchs weit über den Branchendurchschnitt um fast drei Prozent. Hier wirkten sich der verlängerte 5-Minuten-Takt der U-Bahn im Abendverkehr und die Verstärkung der Buslinien aus.

Von den Beteiligungsunternehmen übernahm der niedersächsische Metronom die Linie Hamburg- Cuxhaven. Die Ostdeutsche Eisenbahn gewann die Ausschreibung des Spree-Neiße-Netzes mit 2,7 Millionen Zugkilometern. Im Mai gewann das Unternehmen die Ausschreibung des Regensburger Netzes mit über 5 Millionen Zugkilometern. Der Vertrag wird Ende des Monats unterzeichnet. Der Betrieb soll in zwei Tranchen Ende 2010 und 2011 aufgenommen werden. Hier werden 100 Millionen Euro investiert.

Als wichtigste Aufgabe auch aus Gründen des Klimaschutzes sieht Vorstandsvorsitzender Günter

Elste, die aus Gründen der hohen Spritpreise gewonnen Fahrgäste langfristig zu halten. Außerdem will das Unternehmen selbst mit technischen Neuerungen wie Brennstoffzellen busse, dem Test von Hybridtechnologie, der Installation von Energiespeichern und der Entwicklung einer neuen besonders ressourcenschonenden U-Bahn-Fahrzeug-Generation zum Klimaschutz beitragen. Dazu seien allerdings hohe Investiti9onen erforderlich.

Die Hamburger Hochbahn AG wurde 1911 gegründet. Sie befördert mit über 4 400 Mitarbeiterntäglich über eine Million Fahrgäste. Damit erbringt sie mehr als die Hälfte der Bahn- und Busleistungen im Hamburger Stadtgebiet,.

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